Die internationalen Regelhüter haben mehrere Anpassungen im Fußballregelwerk beschlossen. Ziel ist es, Zeitspiel zu reduzieren und Entscheidungen durch Schiedsrichter und VAR klarer zu gestalten.

Das International Football Association Board (IFAB), das weltweit für die Fußballregeln zuständig ist, hat bei seiner Jahreshauptversammlung Ende Februar mehrere Änderungen am Regelwerk beschlossen. Die Neuerungen sollen vor allem den Spielfluss verbessern und bewusstes Zeitspiel stärker unterbinden.

Eine der wichtigsten Anpassungen betrifft Einwürfe und Abstöße: Schiedsrichter können künftig einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown starten, wenn Spieler zu lange mit der Spielfortsetzung warten. Wird die Frist überschritten, erhält der Gegner den Ball – beim Einwurf durch Ballbesitzwechsel, beim Abstoß durch Eckball für die gegnerische Mannschaft. Damit wird das bereits bekannte Countdown-Prinzip aus der Torwartregel ausgeweitet.

Auch bei Auswechslungen und Verletzungsunterbrechungen greifen neue Vorgaben. Spieler müssen das Feld künftig schneller verlassen, und nach längeren Behandlungen außerhalb des Spielfelds gilt eine kurze Wartezeit, bevor sie wieder teilnehmen dürfen.

Darüber hinaus wird der Video-Assistent (VAR) in bestimmten Situationen mehr Eingriffsmöglichkeiten erhalten. Dazu gehören etwa klare Fehlentscheidungen bei zweiten Gelben Karten oder bei falsch zugesprochenen Eckbällen.

Viele dieser Anpassungen treten ab Sommer 2026 in Kraft und könnten bereits bei der Weltmeisterschaft Anwendung finden. Für Schiedsrichter bedeutet das vor allem: noch mehr Aufmerksamkeit beim Zeitmanagement und bei der konsequenten Umsetzung der neuen Regelmechanismen.

Mehr VAR, weniger Zeitspiel: IFAB beschließt sechs Regeländerungen – kicker – 01.03.2026
https://www.kicker.de/mehr-var-weniger-zeitspiel-ifab-beschliesst-sechs-regelaenderungen-1197391/artikel