Schlagwort-Archive: Hildesheim

SR-Meldebogen ab sofort online

Hallo liebe SR-Kollegen.

Für die neue Serie müssen die Vereine wieder ihre SR-Meldung abgeben. Meldefrist ist der 01. Juli 2017. Bitte sprecht Euren Vereins-SR-Obmann an, dass er Euch entsprechend meldet. Wenn Ihr den Verein wechselt, sorgt bitte dafür, dass Euch nur der aktuelle Verein meldet!

Im Bereich Downloads findet Ihr den aktuellen SR-Meldebogen als PDF-Formular. Dieser kann online mit jedem PDF-Programm ausgefüllt werden oder alternativ kann er auch ausgedruckt, manuell ausgefüllt und eingescannt zurückgeschickt werden. Für Vereine mit mehr als 10 Schiedsrichtern, bitte entsprechend mehrere Formulare ausfüllen.

Danke.

Direkt-Link zum Download: SR-Meldebogen

„Ein arbeitsreicher Weg nach oben“

Bundesliga-Schiedsrichter Harm Osmers referierte bei Lehrversammlung

Hildesheim. Das gibt es nicht oft: Schiedsrichter-Neulinge, die kürzlich den Schiedsrichter-Anwärterlehrgang erfolgreich bestanden haben, erhalten aus der Hand eines Bundesliga-Referees ihre Schiedsrichterpässe.

Der Hildesheimer Schiedsrichterausschuss hatte den DFB-Schiedsrichter Harm Osmers zu der Lehrversammlung nach Himmelsthür eingeladen. Der Gastreferent gab Eindrücke aus dem Bundesligaalltag preis und bot einen mitreißenden Vortrag mit Erlebnisberichten, vielen Beispielen aus der Praxis und kniffligen Filmsequenzen. Damit zeigte Osmers unter welchem Druck Entscheidungen oft gefällt werden müssen und welche Auswirkungen sie haben können.

Mit Erlebnisberichten, vielen Beispielen aus der Praxis und kniffligen Filmsequenzen referierte der DFB-Schiedsrichter Harm Osmers vor Hildesheimer Schiedsrichtern.
Mit Erlebnisberichten, vielen Beispielen aus der Praxis und kniffligen Filmsequenzen referierte der DFB-Schiedsrichter Harm Osmers vor Hildesheimer Schiedsrichtern.

Besonders bei den wirtschaftlichen Aspekten in der Champions-League (Ausschüttung von 904 Mio. an 32 Teams), Abstieg aus der Bundesliga oder dem Ausscheiden bei der DFB-Pokalteilnahme in der 1. Runde können Fehlentscheidungen zu hohen finanziellen Verlusten seitens der Zuschauerzahlen oder dem Sponsering führen, machte Osmers deutlich. Mut, Selbstbewusstsein, Erfahrung, Persönlichkeit, Akzeptanz und die Zusammenarbeit in einem guten Team haben deshalb ohne Frage hohe Priorität, waren klare Worte des 32-Jährigen.

Doch zurück zu den neuen Hildesheimer Schiedsrichtern. Mit aufmunternden Worten gratulierte ihnen der Gastreferent, schließlich hatte er auch einmal so angefangen. Jetzt hat er am Ziel angekommen, wo von viele junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter nur träumen – nämlich Spiele in der 1. und 2. Bundesliga zu leiten.  Doch es ist ein langer Weg bis dahin – mit viel Arbeit und guten Leistungen verbunden, Verzicht auf Freizeit und auch manchmal steinig. Der hohe Zeitaufwand für DFB-Schiedsrichter teilt sich folgendermaßen auf: Sommertrainingslager (6 Tage), 34 Spieltage plus DFB-Pokal und internationale Einsätze, vier Stützpunkte pro Saison, Wintertrainingslager (7 Tage), Training/Regenaration individuell, Beobachtungsanalyse (unmittelbar nach dem Spiel), Fernsehstudium Coaching (2 bis 3 Tage nach dem Spiel), Schulungen als Video-Schiedsrichter.

Letzteres ist die Korrektur per Video-Analyse über einen klaren Fehler in spielentscheidender Situation wie bei Toren, Strafstoßentscheidungen, Rote Karten oder Verwechslungen von Spielern bei persönlichen Strafen. Hier wird binnen 30 Sekunden aus dem Videoraum die Korrektur an den Unparteiischen zur Fortsetzung des Spiels weitergegeben. Zurzeit ist der „VAR Video Assistent Referee“ noch in der Testphase.

Interessiert hörten die Hildesheimer SR den Ausführungen von Harm Osmers zu.
Interessiert hörten die Hildesheimer SR den Ausführungen von Harm Osmers zu.

Ebenso gehört ein hohes Maß an körperlicher Fitness dazu, um im „Fußball-Oberhaus“ zu bestehen. „Ein Schiedsrichter legt in einem Spiel bis zu 14 Kilometer mit einer Pulsfrequenz von knapp 170 Schlägen pro Minute zurück, sagte Osmers in die Runde. Mit respektvollen Blicken und Kopfnicken wurde die Aussage quittiert. Aber es geht noch weiter: Für jedes Bundesligaspiel wird für die DFB-Schiedsrichter eine Laufauswertung mit den Leistungsdaten angelegt. Ein Nachweis über die gesamte Laufstrecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, max. Geschwindigkeit, Sprints und Tempoläufe. Messungen, die auch hier im digitalen Zeitalter Einzug gehalten haben und die Referees gewissermaßen unter Druck setzen.

Außerdem hat das Fernsehen vehement aufgerüstet, denn „die Fernseh-Wirklichkeit zählt“. Bei jeder Entscheidung steht der Schiedsrichter im Brennpunkt. Gab es 1970 im Durchschnitt noch drei Kameras pro Bundesligabegegnung, sind es jetzt fast drei Mal soviel. Bei der WM 2014 in Brasilien waren rund 30 Kameras in den Stadien. Bei großen Spielen sind jetzt bis zu 50 Kameras im Stadion und dazu eine riesige Geräuschkulisse.

Zurzeit leiten in der 1. Bundesliga 23, in der 2. Bundesliga 21 und international 10 Schiedsrichter. Auf Bundesebene haben 2016 insgesamt 78.000 Unparteiische zum Spielbetrieb beigetragen, zog der Hannoveraner Bilanz.

Harm Osmers gehört dem SV Baden an und steht seit 2009 auf der DFB-Liste. Seit 2011 leitet in der 2. Bundesliga (bisher 51 Spiele), seit 2016 in der 1. Bundesliga (bisher sechs Begegnungen). Er arbeitet Investitionskontroller, seine knapp bemessene Freizeit besteht aus Laufen und Fitness, Hobbys die dem ledigen Hannoveraner bestens in sein Schiedsrichter-Schema passen. Wenn dann noch Zeit ist greift er zu einem guten Buch, um sich auszuspannen. (bn)

Fotos: Neumann

SR-Meldebogen ab sofort online

Hallo liebe SR-Kollegen.

Für die neue Serie müssen die Vereine wieder ihre SR-Meldung abgeben. Meldefrist ist der 30. Juni 2016. Bitte sprecht Euren Vereins-SR-Obmann an, dass er Euch entsprechend meldet. Wenn Ihr den Verein wechselt, sorgt bitte dafür, dass Euch nur der aktuelle Verein meldet!

Im Bereich Downloads findet Ihr den aktuellen SR-Meldebogen als PDF-Formular. Dieser kann online mit jedem PDF-Programm ausgefüllt werden oder alternativ kann er auch ausgedruckt, manuell ausgefüllt und eingescannt zurückgeschickt werden. Für Vereine mit mehr als 10 Schiedsrichtern, bitte entsprechend mehrere Formulare ausfüllen.

Danke.

Direkt-Link zum Download: SR-Meldebogen

„Viel Kritik und wenig Lob“

Bundesliga-Schiedsrichter Robert Schröder sprach vor den Hildesheimer Unparteiischen

Der Schiedsrichterausschuss des NFV-Kreises Hildesheim hatte den Bundesliga-Referee Robert Schröder zu der letzten Lehrversammlung der Hildesheimer Schiedsrichter im laufenden Spieljahr als Referenten eingeladen.

Der 30-jährige hatte das Thema „unpopuläre Entscheidungen“ im Visier und die aufmerksamen Schiedsrichter mit frisch-erquickenden Neuigkeiten und Informationen unterhalten. Der ausgebildete Sportfachwirt ist seit 2001 Schiedsrichter und als Bundesliga-SR-Assistent sowie als Schiedsrichter der 2. Bundesliga unterwegs. Er brachte einige Videosequenzen mit, die er zusammen mit den Unparteiischen analysierte.

Robert Schröder referiert vor Hildesheimer Schiedsrichtern
Aufmerksam hören die Hildesheimer Schiedsrichter dem Gastreferenten zu. Robert Schröder sprach über
unpopuläre Entscheidungen bei den Spielleitungen.

Im Dialog mit den Schiedsrichtern erklärte der Hannoveraner Situationen eines Referees bei nicht populären Entscheidungen und deren Folgen. Platzverweise gegen Trainer, rote Karten gegen Spieler und diverse Zweikampfbeurteilungen waren im Portfolio des sehr locker geführten Referats mit einer Prise Unterhaltung.

Die Besucher konnten sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen, denn Schröder hatte die Bundesligabegegnung zwischen Borussia Mönchengladbach und Darmstadt 98 hautnah miterlebt. Er stand als Schiedsrichter-Assistent an der Linie und unterstützte den Bundesliga-Referee Felix Zwayer. Bei einem Foulspiel sah der Spieler Xhaka die rote Karte, denn Schröder hatte das Nachtreten genau beobachtet und zeigte dies dem Schiedsrichter an. Die sichtbare und auffällige Unsportlichkeit wurde zu Recht mit dem Feldverweis des Spielers geahndet.

Heftige Diskussionen kamen bei der Traineraktion im Spiel Bayer Leverkusen gegen den BVB Dortmund auf, als sich der Bayer-Trainer Roger Schmidt einen Eklat in der höchsten deutschen Spielklasse erlaubte und das Schiedsrichtergespann zu einer Spielunterbrechung zwang.

Die stur-kindische Art des Trainers wurde vom DFB-Gericht mit einer harten Strafe geahndet und sorgte für mächtiges Aufsehen im Oberhaus des deutschen Fußballs.

Alle Lehrversammlungsbesucher hatten diese Spielunterbrechung begrüßt und waren geschlossen der Meinung, dass hiermit eine Signalwirkung gesetzt wurde, so wird unter Sportlern nicht miteinander umgegangen.

Viel Kritik und wenig Lob ist das Tagesgeschäft der Unparteiischen und sie sind somit immer mehr im öffentlichen Fokus in allen Spielklassen zu erleben.

Solche und andere außergewöhnliche Situationen führen zu unpopulären Entscheidungen, die laut dem Regelwerk zu ahnden sind. Klare Wahrnehmungen durch den Schiedsrichter erfordern wohl überlegte Entscheidungen, und das im Bruchteil einer Sekunde.

Eindeutige Vorgänge sollten erfasst und genau analysiert werden bei den Schiedsrichterentscheidungen.

Richtlinien, wann ein Spieler oder Trainer von einem Spiel ausgeschlossen wird sind nicht immer klar und erleichtern die Entscheidungen im „Grauzonenbereich“ und sorgen somit zu jedem Spiel die Individualität.

Nach fast 90 Minuten Referatskultur bedankte sich der Gastredner bei einem sehr dialogreichen Abend in der Aula des Gymnasiums Himmelsthür bei erwiderten tosenden Applaus.

Der Kreisschiedsrichterobmann Marcin Kuczera gab dem Gastreferenten ein Geschenk mit auf den Heimweg.

Applaus gab es auch reichlich an diesem Abend, da die Catering-Familie Herr in den Ruhestand verabschiedet wurde und somit die Schiris künftig ohne ihre Leckereien und Köstlichkeiten auskommen müssen. Diese allseits beliebten Snacks werden die Schiedsrichter sehr vermissen, da hierfür eine Pause des Lehrabends für einen guten Absatz der Leckereien gesorgt wurde.

Als Dank gab es einen Blumenstrauß für die Familie Herr und Robert freute sich auf etwas Regionales. Ein durchaus gelungener Abend mit vielen neuen Erkenntnissen. (mrl)

Fotos: Neumann

 

Internationale Wochen gegen Rassismus vom 10. bis 23. März 2016

DFB Deutscher Fussball-Bund
DFB Deutscher Fussball-Bund

Der Deutsche Fußball-Bund, die Bundesliga-Stiftung und die DFL Deutsche Fußball Liga engagieren sich seit Jahren aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung. Gemeinsam mit Spielern, Zuschauern und Fans sind sie ein wichtiger Teil der demokratischen Gesellschaft und weltweiten Fußballfamilie. Fußball überwindet Grenzen und verbindet Menschen. In Deutschland finden im Amateur- und Profibereich jede Woche etwa 80.000 Fußballspiele statt, die Millionen Menschen zusammenführen. In dieser starken Fußballfamilie stehen gegenseitiger Respekt, Teamgeist und Solidarität an erster Stelle – unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Identität. Wir sehen deshalb nicht tatenlos zu, wenn Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge, Migranten und andere Minderheiten zunehmen. Deshalb unterstützen wir die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wir fordern alle Fußballbegeisterten auf, sich ebenfalls in diesem Sinne zu engagieren – denn ein bisschen Menschenwürde gibt es nicht: Wir stehen zusammen – gegen Rassismus und für 100% Menschenwürde!

Logo Stiftung IWgR
Logo Stiftung IWgR

Die INTERNATIONALEN WOCHEN GEGEN RASSISMUS gehen auf einen Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen zurück. Sie mahnen an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich Demonstrierende erschoss. In Deutschland und ganz Europa finden jährlich mehrere tausend Veranstaltungen von Vereinen, Organisationen, Schulen und dem Sport statt, die öffentlichkeitswirksam Zeichen gegen Rassismus setzen und für eine Gesellschaft, die von der Achtung der Menschenwürde geprägt ist.

Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015 wurden erstmals über 1.400 Veranstaltungen dokumentiert – so viel Engagement gab es noch nie. Die Anzahl und Vielfalt der Veranstaltungen zeigen, dass die UN-Wochen gegen Rassismus eine immer stärkere Bewegung werden. Dieses beeindruckende Signal brauchen wir, um deutlich zu machen, dass sich viele in unserer Gesellschaft gegen Rassismus stellen und menschenfeindliche Angriffe gegen Minderheiten und rassistische Verletzungen der Menschenwürde nicht ohne Widerspruch hinnehmen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 10. bis 23. März 2016 statt unter dem Motto

100% MENSCHENWÜRDE – ZUSAMMEN GEGEN RASSISMUS

Die Teilnahme ist für Vereine freiwillig. Wir würden uns aber freuen, wenn sich möglichst viele Vereine in Niedersachsen mit entsprechenden Stadiondurchsagen und weiteren Maßnahmen in allen Spielklassen bei diesen Aktionswochen engagieren und beteiligen. Ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung in unserer heutigen Zeit ist wichtiger denn je. Anbei erhalten Sie Textvorschläge zur Berichterstattung in Ihren Publikationen, im Stadionmagazin, Internet und/oder live im Stadion:

  • Textvorschlag Stadiondurchsage: an Spieltagen zwischen dem 10. – 23. März 2016
  • Einen Informationstext, der zusammen mit dem Aktionsplakat und/oder den Kampagnenlogos im Stadionheft oder den Webseiten der Vereine eingebunden werden kann

Nachfolgende aufgeführte Materialien erhalten Sie als Download unter www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de/service

  • Aktionsplakate, Flyer, verschiedene Logos
  • Formular zur Veröffentlichung Ihrer Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Diese Informationen finden Sie auch unter:

NFV: Internationale Wochen gegen Rassisums

Einen Vorschlag für die Stadiondurchsage und Plakatvorschläge und im Anhang:
Internationale Wochen gegen Rassismus vom 10. bis 23. März 2016 weiterlesen