“Hildesheim ist kein Übernahmekreis”

KSA-Infos

Der Vorstand und die Ausschüsse des NFV-Kreises Hildesheim haben einen endgültigen Schlusstrich unter die Saison gezogen. Mit der Sportpraktischen Arbeitstagung, die am Sonnabend in der Renataschule durchgeführt wurde, konnte ein Haken hinter 2016/17 gemacht werden. Es war wieder eine ereignisreiche Saison, wobei die Fußballer aber von besonders negativen Ereignissen verschont geblieben sind.

Vorsitzender Detlef Winter konnte sich über eine relativ gut gefüllte Aula freuen, wobei es nicht alle 114 Vereine geschafft hatten, einen Vertreter zu entsenden. In seiner Begrüßung sprach er die Strukturreform des NFV an, ein Thema, das seitens des Verbandes intensiv behandelt wird. Den geplanten Zusammenschluss von kleineren NFV-Kreisen mit größeren Strukturen, hält Detlef Winter grundsätzlich für sinnvoll, für Hildesheim sehe er allerdings keinen Handlungsbedarf. „Hildesheim ist mit seinen 580 Teams und 23 000 Mitgliedern kein Übernahmekreis.“ In Nachbarkreisen würden dagegen Mannschaften im zweistelligen Prozentbereich wegbrechen. „Ich habe keine Bestrebungen, den NFV-Kreis Holzminden zu übernehmen. Die Arbeitsbelastung
wäre bei dieser Fläche kaum noch ehrenamtlich zu leisten.“ Allerdings dürfe man sich diesem Thema nicht gänzlich verschließen, so Winter, der zu bedenken gab, dass auch in seiner Amtszeit über 100 Teams verschwunden sind.

Die LDZ berichtet ...
Die LDZ berichtet von der sportpraktischen Tagung 2017

Auch die Schiedsrichter bleiben weiterhin ein Thema. Zwar sei die Zahl leicht auf 322 gestiegen, aber inzwischen sei es nicht mehr möglich, alle Spiele vor allem in den unteren Klassen zu besetzen. „Wir müssen uns alle intensiv bemühen, damit uns die Zahlen nicht wegbrechen“, mahnte Winter die Vereinsvertreter. Anfang Juni sei in Bockenem ein Anwärterlehrgang gestartet, bei dem allerdings nur zwölf Teilnehmer dabei sind. Wie aus dem Bericht des Ausschussvorsitzenden Marcin Kuczera hervorging, haben einige Unparteiische besonders häufig zur Pfeife gegriffen.
Spitzenreiter ist Torsten Potrykus (TV DE Hotteln) mit 118 Spielen, gefolgt von Klaus Meyer vom Duinger SC (114). Jens Serreli vom TSV Eitzum leitete 95 Begegnungen.

Abschließend gab Detlef Winter noch einen kurzen Ausblick auf die anstehende Saison. Dabei wolle er sich besonders des Erhalts der Mannschaftszahlen annehmen. „Uns brechen jedes Jahr drei bis vier Prozent weg. Das ist zwar nicht viel, aber langfristig wird sich das klar bemerkbar machen, auch bei den Zuschüssen seitens des Verbandes, die sich an der Anzahl der gemeldeten Teams orientieren.“ Auch für den Mädchenfußball will sich der Kreisvorsitzende stärker engagieren. „Das ist ein Stiefkind des Verbandes, obwohl hier noch ein großes Potenzial liegt.“

Nachdem sie gemeinsam mit Sonja Bukowski (Spielleiterin Frauen) die Meister geehrt hatte, nahm Isabell Hartmann einen Ausblick auf 2017/18 vor. Und dabei hatte die Vorsitzende des Spielausschusses gleich eine schlechte Nachricht. „Wir hatten die Staffeleinteilungen fertig, können jetzt aber praktisch noch einmal von vorne beginnen, da es noch Nach- und Abmeldungen gab.“ Sie gab den Vereinen bis Sonntag Zeit, die endgültige Meldung abzugeben. „Danach ist dann Schluss, und es sind auch keine Änderungen mehr möglich.“ Der Startschuss für die Saison wird am 29./30. Juli fallen.

Nach 20-jähriger Tätigkeit im Vorstand hat Ansetzer Gerhard Könneker sein Amt niedergelegt. Ihm wurde zum Dank eine entsprechende Urkunde überreicht. Aber mit Stefan Bohnenpoll vom VfB Oedelum konnte bereits ein Nachfolger gefunden werden. Ebenfalls nicht mehr im Vorstand aktiv ist Florian Deckwert, der sich sechs Jahre im Schiedsrichterausschuss engagiert hat. Die Silberne Ehrennadel wurde an Heinrich Bettels überreicht, der sich im Bereich des Schulfußballs engagiert. Einem Bereich, den die Hildesheimer sehr intensiv pflegen und „um den uns die anderen NFV-Kreise beneiden“, so Winter.

Abschließend blickte der Vorsitzende noch in das kommende Jahr. Dann wird wieder ein Staffeltag durchgeführt, das bedeutet, es stehen auch wieder Wahlen an. Der Vorsitzende kündigte an, dass er dann zwölf Jahre im Amt sei, sich aber ein weitere Mal zur Wahl stellen wird, sprich noch drei Jahre dranhängt. „Ich habe mal gesagt, dass ich nicht 20 Jahre Vorsitzender sein werde, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Mir macht die Aufgabe auf jeden Fall viel Spaß.“

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