Archiv der Kategorie: DFB-Infos

Solidarische Schweigeminute in allen Spielklassen

Werte Sportkameraden,

der Norddeutsche und Niedersächsische Fußballverband bitten darum, im Sinne der beigefügten DFB-Mitteilung eine solidarische Schweigeminute im Spielbetrieb für das kommende Wochenende durchführen zu lassen.

Solltet Ihr also bei Euren Spielen darauf angesprochen werden, so werden wir dem  Wunsch der Vereine selbstverständlich nachkommen.

“Sehr geehrte Herren, liebe Kollegen,
für das Wochenende planen wir in den Bundespielklassen, […] nach Abstimmung mit der Direktion Kommunikation, eine Schweigeminute in Verbindung mit folgender Ansage (Vorschlag an die Vereine):

„Liebe Fans, liebe Fußballfreunde,
eine Woche ist vergangen seit der schrecklichen Nacht von Paris. Der blutige Terror macht uns fassungslos, betroffen und unendlich traurig. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gehören ihren Familien und Freunden.

„Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben. Nur Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben. Nur Liebe kann das.“

Der berühmte amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King hat das gesagt. Darum gilt gerade in tragischen Zeiten wie diesen: Lasst uns zusammenstehen! Lasst uns würdig und respektvoll miteinander umgehen! Lasst uns für Frieden und Freiheit einstehen! Als Sportler, als Fans, als Menschen – unabhängig von Herkunft, Rasse, Farbe und Religion. Im Fußball, im Alltag, im Leben. Gegen den Hass. Gegen den Terror. Für die Opfer, derer wir nun gedenken wollen.”

Gegebenenfalls ist dies auch für Sie interessant, sofern Sie nicht ohnehin am Wochenende bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen haben, da ja in einigen […] Ligen ein regulärer Spieltag stattfand.

 

Offener Brief des DFB-Präsidenten

Mit Blick auf die Ereignisse und Enthüllungen im Fußballweltverband FIFA hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach heute einen offenen Brief an die rund 26.000 im Deutschen Fußball-Bund organisierten Vereine geschickt. Der Brief im Wortlaut:

Liebe Freunde des Fußballs,

von der Jugendauswahl bis zum Seniorenteam, vom Kreisliga-Klub bis zur Nationalmannschaft eint uns alle eine gemeinsame Leidenschaft: Die Liebe zum Fußball. Fast 26.000 Vereine mit rund 6,8 Millionen Mitgliedern sind im DFB organisiert, mehr als 160.000 Mannschaften treffen sich regelmäßig auf Deutschlands Fußballplätzen. Und das alles mit der Maßgabe, fair miteinander umzugehen, Werte und Spielregeln zu respektieren und sich vorbildlich zu verhalten. Umso fassungsloser machen uns alle die Nachrichten, die uns in den vergangenen Tagen aus der FIFA erreicht haben. Verhaftungen, Korruptionsvorwürfe, Ermittlungen – der internationale Fußball steckt in seiner schwersten Krise. All das, was unser wunderbares Spiel ausmacht, steht auf dem Spiel.

Ich wende mich in diesem offenen Brief an Sie, weil das Thema den gesamten Fußball angeht. Wir brauchen eine funktionierende Basis, um an der Spitze erfolgreich zu sein. Wir brauchen aber genauso eine respektierte, integre Fußballregierung an der Spitze, um jedem Ehrenamtlichen, jedem Spieler und jedem Fan glaubwürdig gegenübertreten zu können. Genauso wie jeden Amateurfußballer, der sich für seinen Sport einsetzt, schockieren mich die täglichen Meldungen, die auch ich aus den Medien über neue Korruptionshinweise erfahre. Mich machen die Hinweise auf persönliche Bereicherungen einiger Funktionäre genauso fassungslos wie jeden Vereinsvertreter an der Basis.

[…]

Den kompletten Brief gibt es hier zum Lesen:

www.dfb.de

KSO Marcin Kuczera bei DFB-Schiedsrichter-Tagung

Hildesheim/Frankfurt. Marcin Kuczera, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, hat Post von der Zentral-Verwaltung des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) aus Frankfurt erhalten. Grund war eine Einladung zum ersten Arbeitstreffen der Arbeitsgemeinschaft Schiedsrichter-Entwicklung für den Amateurbereich.

Der DFB und die Landesverbände nutzen seit dem DFB-Bundestag 2013 den Masterplan als strategisches Entwicklungsinstrument für den Amateurfußball. Mit Blick auf den DFB-Bundestag 2016 sollen nun auch Standards und Inhalte der Schiedsrichter-Entwicklung für die Handlungsfelder des DFB-Masterplans erarbeitet und integriert werden.

Zu diesem Zweck hat die DFB-Schiedsrichterkommission Amateure die AG SR-Entwicklung ins Leben gerufen. Ausgehend von einer Bestandserhebung und Erarbeitung konkreter Themenschwerpunkte, soll ein SR-Symposium zum Thema SR-Entwicklung (03./04. September 2015) vorbereitet werden und die gewonnenen Inhalte mit Blick auf den Masterplan 2016 bis 2019 bis zum Bundestag 2016 entwickelt werden.

Dabei werden aus Sicht der DFB-Schiedsrichterkommission Amateure die folgenden Bereiche angesprochen: Schiedsrichtergewinnung und -bindung, Aus- und Weiterbildung der Unparteiischen, Talent und Coaching-Programme, Beobachter-Ausbildung und -Entwicklung sowie Organisation, Struktur und Vernetzung.

Foto: Neumann
Kreisschiedsrichterobmann Marcin Kuczera wurde von der DFB-Schiedsrichterkommission Amateure eingeladen.

Änderungen im Spielbericht Online

Liebe SchiedsrichterInnen,
mit dem anstehenden Service-Release, welches in der Nacht zum 23.04.15 produktiv gehen wird, werden auch Korrekturen zur Erfassung der Torschützen vorgenommen, auf die wir hiermit kurz hinweisen möchten.

1. Der Tab „Torschützen“ ist um eine Position nach links verschoben, da entsprechend des neuen Workflows die Torschützeneingabe bereits nach Erfassung des Spielverlaufs und noch vor der Freigabe möglich ist.
2. Die Torschützeneingabe seitens der Vereine ist nun wie auch durch den Schiedsrichter erst möglich, wenn ein Endergebnis eingetragen worden ist.
3. Im Tab „Torschützen“ erscheint für den Schiedsrichter eine Hinweismeldung in Rot: „Bitte vergessen Sie nicht den Spielbericht freizugeben.“ da dies ja nun nicht mehr der letzte Schritt im Workflow ist.

Folgende Änderung ist noch mit dem nächsten Service-Release voraussichtlich zum 07.05.2015 geplant:

– Die Hinweismeldung im Tab „Spielverlauf“ wird nun auf den neuen Workflow angepasst: “Bitte vergessen Sie nicht die Torschützeneingabe, die Frage zu Gewalt und/oder Diskriminierung  und anschließend die Freigabe”.

SC Itzum hat die fleißigsten Schiris im Bezirk

Die Zahl der Fußball-Unparteiischen in Deutschland, auch in Niedersachsen, ist seit Jahren tendenziell rückläufig. Und gleichzeitig gibt es seit Jahren Vereine, die in vorbildlicher Art und Weise maßgeblich mit dafür sorgen, dass vor allem in den Kreisen die meisten Spiele der Herren, Frauen und Jugend weiterhin mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden können. Seit drei Jahren zeichnet der NFV drei Verbands- und drei Bezirkssieger aus.

Der SC Itzum und seine Schiedsrichter wurden deshalb im besonderen Maße gewürdigt. Im Rahmen der Werbekampagne für die Schiedsrichtergewinnung und -erhaltung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) sind die Unparteiischen des Vereins bei der Aktion „Vereine mit fleißigen Schiedsrichtern“ Bezirkssieger geworden.

In der Spielserie 2013/2014 haben 20 Schiedsrichter des Vereins insgesamt 318 Spiele geleitet, das sind pro Schiedsrichter rund 16 Begegnungen. Mit dieser Bilanz hatte sich der Schiedsrichterobmann des Vereins Stefan Mannchen beim Verband beworben. Wie man sieht hat diese Mühe Früchte getragen. Einige Unparteiische haben den Verein inzwischen gewechselt.

SR-Ehrung SC Itzum1
Stellvertretend haben diese Schiedsrichter des SC Itzum die Auszeichnung in Empfang genommen. Vorn von links: Hendrik Meisner, Mathias Deipenau, Nils Schmidt, Clemens Schröder, Hans-Georg Schneider, Tim Deipenau; dahinter von links: Kreisvorsitzender Detlef Winter, Kreisschiedsrichterobmann Marcin Kuczera, Corinna Hedt (SR-Verband-Ausschuss), Christopher Winkler, Jarka Hinz, Jens Goldmann (SR-Verband-Ausschuss), Bezirksvorsitzender August Wilhelm Winsmann, Stefan Mannchen. (Foto: Neumann)

Zu den fleißigen Referees zählen: Mathias Deipenau, Tim Deipenau, Jasper Deister, Sean Geisinger, Dennis Heipke, Jon-Lenard Hellgermann, Glenn Hoser, Dario Köhne, Stefan Mannchen, Hendrik Meisner, Dennis Münter, Lara Münter, Felix Rother, Hans-Georg Schneider, Clemens Schröder, Christopher Winkler.

Jens Goldmann und Corinna Hedt vom Verbands-Schiedsrichter-Ausschuss hatten den Itzumer Unparteiischen zu diesem Erfolg gratuliert.

„Mit diesem Engagement haben die Schiedsrichter des SC Itzum einen hervorragenden und vorbildlichen Beitrag für den Spielbetrieb und für Fair Play geleistet.

Die Öffentlichkeitswirkung mit den nicht immer leichten Aufgaben der Unparteiischen wird vom Verband noch mehr hervorgehoben“, sagte Goldmann und überreichte die Ehrenurkunde und Präsente für die Schiris.

Respekt und Anerkennung kam auch von höherer Stelle. Der Bezirksvorsitzende August Wilhelm Winsmann zitierte das Lebensmotto des legendären Trainers Ernst Happels: „Ein Tag ohne Fußball ist für mich ein verlorener Tag. In diesem Sinne haben auch die Schiedsrichter des SC Itzum ähnlich gehandelt“, lobte der Bezirks-Vorsitzende.

Mit den Worten: „Schiedsrichter werden ist nicht schwer, Schiedsrichter sein dagegen sehr“, formulierte Detlef Winter die Misere des Schiedsrichter-Nachwuchses, die es schon seit vielen Jahren gegeben habe. Er lobte das große Engagement der Itzumer Schiedsrichter, die mit diesem Kraftakt neue Akzente gesetzt haben. Allerdings müsse der Verband bei einer Schiedsrichterleistung dieser Art die Wahl der Präsente noch einmal überdenken, blieb Winter nicht mit Kritik hinter dem Berge.

„Von oben herab setzt der DFB Maßstäbe, die umgesetzt werden müssen. An der Basis wird die Arbeit geleistet, nämlich in den Kreisen. Hier beim SC Itzum wird auch im Jugendbereich viel getan“, sagte Winter in die Runde. (bn)

DFB-Schiri Lutz Wagner: „Die Helden pfeifen in der Kreisliga“

150 Schiedsrichter bei der Lehrversammlung / Goldene NFV-Verdienstnadel für Walter Schmidt

Deutliche Körpersprache und klare Ansage, der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner ein brillianter Redner
Deutliche Körpersprache und klare Ansage, der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner ein brillianter Redner

Energiegeladen mit deutlicher Körper-sprache, klarer Ansage und mit Schweiß auf der Stirn, so kennen die Zuhörer den Referenten Lutz Wagner. Fast zwei Stunden lang begeisterte er 150 Schiedsrichter/-innen und Schiedsrichter bei seinem Vortrag in der Mensa des Gymnasiums Himmelsthür. Für sie war es ein Höhepunkt bei der letzten Lehrversammlung vor der Winterpause. Die Freude über den Gastreferenten gab auch der Schiedsrichterobmann Marcin Kuczera zu erkennen. Nach sechs Jahren gab der frühere Bundesliga-Referee in Hildesheim sein zweites Gastspiel.

Doch zu Beginn des Abends würdigte Kuczera die 40jährige aktive Schiedsrichter-tätigkeit von Walter Schmidt (SV Freden) und zeichnete ihn mit der goldenen Verdienstnadel und der Ehrenurkunde des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) aus. Kuczera bezeichnet Schmidt als einen zuverlässigen und engagierten Schiedsrichter, der das Amt mit Leidenschaft ausübt. Genau so lange ist Walter Schmidt Mitglied in der Hildesheimer Schiedsrichter-vereinigung, deren 2. Vorsitzender er viele Jahre war. Der Vorsitzende Walter Klußmann ehrte ihn für seine Treue mit einem Pokal und der entsprechenden Urkunde.

Nach fast 20 Jahren als Bundesligaschiedsrichter auf höchstem Niveau, wechselte Lutz Wagner 2010 mit Erreichen der Altersgrenze die kurzen gegen die langen Hosen. Als verantwortlicher Koordinator für die Schiedsrichter-ausbildung beim DFB und als Coach der Bundesligaschiedsrichter gibt er heute sein Wissen als Keynotespeaker und Führungskräftecoach in der freien Wirtschaft genauso weiter wie auch als Regelberater der Medienanstalten. Der Mann war gerne Schiedsrichter. Jetzt versucht der, DFB-Schiedsrichter-Lehrwart (die genaue Bezeichnung lautet: Koordinator für Regelumsetzung, Talentförderung und Basisarbeit) diese Begeisterung jungen Menschen zu vermitteln.

„Der Schiedsrichter ist in seiner Rolle Projektleiter und Anwalt des Spiels, die ordnungsgemäße Spieldurchführung und die Gesundheit aller Beteiligten zählen zu euren Hauptaufgaben“, waren die einleitenden Worte des Gastredners. „Das Stellungsspiel ist nicht nur im normalen Leben entscheidend“, war eine humorvolle Einlage des 51jährigen. Während seines Vortrags wechselt er immer wieder in das Publikum, befragt gezielt die jungen Schiedsrichter bei einem mündlichen Regeltest nach ihrer Entscheidung. „Aus seiner großen Erfahrung ist sein Vortrag lebendig und wird nie langweilig, eine Lehrstunde für uns“, bestätigten die Zuhörer.

Walter Schmidt ist 40 Jahre aktiver Schiedsrichter und 40 Jahre Mitglied in der Schiedsrichtervereinigung.  Für sein Engagement und für seine Treue wurde er von Marcin Kuczera (rechts) und von Walter Klußmann geehrt.
Walter Schmidt ist 40 Jahre aktiver Schiedsrichter und 40 Jahre Mitglied in der Schiedsrichtervereinigung. Für sein Engagement und für seine Treue wurde er von Marcin Kuczera (rechts) und von Walter Klußmann geehrt.

Für reichlich Diskussionsstoff, Kopfschütteln und eine Prise Humor sorgte Wagner bei seinem Rückblick zur FIFA-WM in Brasilien. Per Videofilm deckte der Referent schonungslos falsche Schiedsrichter-entscheidungen bei den vielen Begegnungen auf, versäumte aber nicht, über das Positive zu sprechen. „Fehler passieren auch auf höchster Ebene, aber das Stellungsspiel, das jeder Unparteiische beherrschen sollte, war bei der WM katastrophal“, argumentierte er und gab Beispiele wie man es besser macht. „Aus diesem Turnier konnte man viel mitnehmen. Im Vergleich sehen wir wie gut die deutschen Schiedsrichter da stehen“, setzte der DFB-Funktionär noch einen drauf. Die Themen „Abseits“ „Vorteil“, „Handspiel“ und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter-Assistenten, Spielern und Trainern rundeten zum Schluss den Lehrvortrag ab.

Mit einer Flasche Hochprozentigem bedankte sich Kuczera beim Gastredner für seinen abwechslungsreichen Lehrvortrag, bei dem alle viel mit nach Hause genommen haben. Wagner erwiderte: „Ich bin gern nach Hildesheim gekommen, hier herrscht Ruhe und die Schiedsrichter arbeiten gut mit, das erkenne ich“. (bn)

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