Die glorreichen Helden: hinten von links: Akin Kilicgslan, Perry Pfeng, Dominik Grimpe, Vincent Leifholz, Julian Mielicki, Trainer Frank Paulmeier; davor von links: Philipp-Christian Linderbaum, Toni Ivankovic, Jens Königsmark, Kevin Mosch, Volkan Öztürk.

30. Jungschiedsrichter-Turnier: Hildesheimer Team gewinnt den „Pott“

Archiv, SR-Vereinigung

Perry Pfeng und Lara Kompa berichten vom Spielgeschehen

Die glorreichen Helden: hinten von links: Akin Kilicgslan, Perry Pfeng, Dominik Grimpe, Vincent Leifholz, Julian Mielicki, Trainer Frank Paulmeier; davor von links: Philipp-Christian Linderbaum, Toni Ivankovic, Jens Königsmark, Kevin Mosch, Volkan Öztürk.
Die glorreichen Helden: hinten von links: Akin Kilicgslan, Perry Pfeng, Dominik Grimpe, Vincent Leifholz, Julian Mielicki, Trainer Frank Paulmeier; davor von links: Philipp-Christian Linderbaum, Toni Ivankovic, Jens Königsmark, Kevin Mosch, Volkan Öztürk.

Nienburg/Hildesheim. (pp/lk/bn) Jetzt steht es fest: die Hildesheimer Schiedsrichter können nicht nur viel Einsatz an der Pfeife zeigen, sondern auch gut Fußball spielen. Beim 30. Jungschiedsrichter-Turnier des Niedersächsischen Fußballverbandes erreichte das Herrenteam des Kreises Hildesheim den 1. Platz.
Rund 500 Spieler in 40 Mannschaften traten in fünf Nienburger Hallen an. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit drei Unentschieden aus den ersten drei Gruppenspielen, u. a. bedingt durch eine sehr kleine Halle, kleine Handballtore und einige merkwürdige, neue und scheinbar selbstausgedachten Hallenregeln des Ausrichters Nienburg, z.B. wenn der Ball gegen Decke, Korb oder Seile prallt und die Richtung verändert, wurde trotzdem weitergespielt, was zunächst für viel Irritation führte. Jedoch konnte sich das Team zuvor auch nicht einspielen, da die Truppe aus zuvor zwei Trainingseinheiten komplett neu zusammengewürfelt wurde. Dabei hatte der Trainer Frank Paulmaier keine leichte Aufgabe. Von daher ging die junge Truppe nicht mit den höchsten Erwartungen in das Turnier, sondern wollte vielmehr nur Spaß haben. Anschließend konnte die Gruppe als Zweiter mit 10 Punkten und einer Tordifferenz von 6:1 abgeschlossen werden.
Die einzige Niederlage an diesem langen Tag folgte in der Zwischenrunde. Doch durch einen 2:0-Erfolg gegen Oldenburg-Land, einen der großen Favoriten konnte sich das Erfolgsteam über die bessere Tordifferenz fürs Halbfinale qualifizieren.

Nun folgten die spannendsten Spiele des Turniers. Im Halbfinale wurde völlig verdient gegen die heimischen Nienburger Mannschaft gewonnen. Durch die tolle Unterstützung der Hildesheimer Fans wurde dieses Spiel in zweifacher unberechtigter Unterzahl, einmal Zweiminutenstrafe, einmal Dreiminutenstrafe dennoch mit 2:1 Toren für die Hildesheimer Schiri-Auswahl entschieden. Im Finale ging es danach gegen den ewigen Konkurrenten aus Uelzen, die den Hildesheimern in den letzten drei Jahren stets in der Gruppenphase ein Bein gestellt hatten. Doch dieses Jahr waren die Hildesheimer klar überlegen und nutzen ihre erste Chance durch Volkan Öztürk, der nach dem Spiel zusätzlich zum Spieler des Turniers gewählt wurde, zum 1:0.
Bei einer Spielzeit von 2 x 7 Minuten, obwohl in der Ausschreibung stand, dass im Finale 2 x 6 Minuten gespielt wird, schossen die Uelzener jedoch in der 13 Spielminute den glücklichen Ausgleich.
Doch im folgenden Neunmeterschießen auf kleine Tore waren die Hildesheimer nervenstark. Zunächst traf Perry Pfeng für Hildesheim. Den folgenden Schuss von Uelzen konnte Keeper Dominik Grimpe ebenfalls wie den zweiten Neunmeterversuch von Uelzen abwehren. Dazwischen verwandelte auch Akin Fabian Kilicaslan seinen Siebenmeter sicher.
Damit stand fest, dass die Hildesheimer Schiri-Auswahl nach 29 Jahren, damals wurde übrigens das allererste Schiedsrichter-Turnier angepfiffen, den Cup wieder erringen konnte.
Zur Hildesheimer Mannschaft gehören: Kevin Mosch, Vincent Leifholz, Julian Mielicki, Perry Peng, Akin Kilicgslan, Volkan Ötztürk, Jens Königsand, Philipp-Christian Linderbaum, Dominik Grimpe, Ton Ivakovic. Der Trainer Frank Paulmaier hatte die erfolgreiche Truppe auf das Turnier vorbereitet, die Betreuung hatte Miguel Rey übernommen. Die Organisation gestaltete Walter Klußmann.
2013 wird das 31. Jungschiedsrichterturnier in Lüneburg ausgetragen. Verbunden mit dem Turniersieg folgte bereits eine Einladung zur 12. inoffiziellen deutschen Schiedsrichter-Meisterschaft am 16. Juni 2012 in Solingen. Dort werden die Hildesheimer Jungschiris auf Kleinfeld versuchen, den Niedersächsischen Fußballverband würdig und fair zu vertreten.

5ter Platz: Damen-Team Hildesheim freut sich / v.l.n.r. I. Franzmann, R. Prystawek, N. Ibe-Mannchen, M. Waterman, D. Gauert, L. Kompa, L. Kühl
5ter Platz: Damen-Team Hildesheim freut sich / v.l.n.r. I. Franzmann, R. Prystawek, N. Ibe-Mannchen, M. Waterman, D. Gauert, L. Kompa, L. Kühl

Frauenturnier: Die Auswahl des Bezirks Hannover gewann die Frauen-Konkurrenz.
Die favorisierten Frauen aus dem Bezirk Braunschweig gingen diesmal leer aus. Trotz einer blendend aufgelegten Riem Hussein unterlagen die Mädels dem Bezirk Hannover mit 1:0. Als beste Spielerin wurde Riem Hussein (TSG Bad Harzburg) ausgezeichnet. Bei den Torhüterinnen stand Britta Schnütgen (MTV Hondelage) auf der Bestenliste. Mit zehn Treffern wurde Tugba Kanli (TV Jahn Delmenhorst) Torschützenkönigin. Das Frauenteam vom NFV-Kreis Hildesheim wurde Fünfter in einem starken Feld.

Die Ergebnis-Übersicht vom Jungschiedsrichter-Turnier:
Zwischenrunde:
Gruppe 1: Uelzen – Salzgitter 1:0, Hannover-Land – Uelzen 0:1, Salzgitter – Hannover-Land 1:1
Gruppe 2: Vechta – Emsland 0:0, Harburg – Vechta 0:0, Emsland – Harburg 2:0
Gruppe 3: Oldenburg-Land – Hildesheim 0:2, Schaumburg – Oldenburg-Land 0:1, Hildesheim – Schaumburg 0:1
Gruppe 4: Diepholz – Nienburg 0:1, Heidekreis – Diepholz 1:0, Nienburg – Heidekreis 0:0
Halbfinale: Uelzen – Emsland 1:0, Hildesheim – Nienburg 2:1

Spiel um Platz 3: Emsland – Nienburg 9:8 n. S.
Finale: Hildesheim – Uelzen 1:0

Ergebnis-Übersicht Frauenturnier:
Zwischenrunde: Bezirk Hannover – Kreis Lüneburg 2:0, Bezirk Braunschweig – Kreis Delmenhorst 2:0

Spiel um Platz 7: Bezirk Weser Ems – Kreis Nienburg 3:1
Spiel um Platz 5: Kreis Hildesheim – Kreis Harburg 2:0
Spiel um Platz 3: Kreis Delmenhorst – Kreis Lüneburg 3:1
Spiel um Platz 1: Bezirk Hannover – Bezirk Braunschweig 1:0

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